Projektdetails

Date
4. April 2014
Kunde
Ghostbastlers

Beschreibung

Elektroskateboard selber bauen? Ja das geht und inzwischen sogar recht einfach! Theoretisch muss man sich nur die richtigen Teile zusammen suchen und verbinden – fertig! Naja, ganz so einfach ist es dann leider doch nicht. Ein Elektoskateboad im Eigenbau wollte ich schon lange und nach dem ich beim Metorboard schon Blut geleckt hatte bin ich noch neugieriger, also los!

Nach viel Recherche habe ich mich für folgendes Setup entschieden:

  • Arbor Zeppelin Deck
  • Holey Trucks mit abec 11 Flywheels
  • Plug & Play Halter von Aliendrivesystems
  • c6354 Motor mit 200 kv
  • 70A-hv ESC von Turnigy
  • 7S Akku mit BMS, selber verlötet
  • Ses UBec 5V um den Empfänger anzuschließen
  •  Voltmeter zur Kontrolle der Batterieleistung
  • laminiertes Gehäuse für Elektronik und Batterie
  • Fly Sky Funke
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Bis auf den Motorhalter von ADS habe ich alle Teile über Ebay oder Amazon gekauft. Ein guter Tipp ist auch noch Hobbyking, hier sollte man aber wissen was man alles benötigt, da Hohe Versandkosten berechnet werden, öfter bestellen ist also sinnfrei. – ich korrigiere, die Zellen für den Akku habe ich beim Linergy-Shop bestellt, dort bekommt man auch alle nötigen Verbindungsteile, Kabel und Schrupfschlauch.

Akku: Ich habe mich für einen 7s3p Akku mit Panasonic ncr18650pd 3,7 v 2900 mAh Zellen entschieden. Also einen Akku mit 25,9 v und 8700 mAh. Aus den Erfahrungen vom Metrobord sollte der Akku für ca. 25-30 km Reichweite genügen. Ich habe bewusst keine Modellbauakkus verwendet, da ich das BMS (Batterie Management System) in das Elektoskateboard verbauen wollte. So kann ich den Akku fest im Board integrieren und muss zum laden das Board nicht demontieren um das Balancerkabel anzuschließen. Warum ein BMS? das BMS sorgt dafür, dass die insgesamt 21 Zellen gleichmäßig ge- und entladen werden. Zusätzlich erkennt das BMS Fehler und schaltet im Zweifel ab. aus meiner Sicht unabdingbar für eine lange Akkulebenszeit.

Beim Verlöten solltet ihr darauf achten einen wirklich heißen Lötkolben zu verwenden. Ich habe einen mit 100 w benutzt. Tut ihr das nicht, habt ihr das Problem, dass die Zellen nicht richtig heiß werden und sich die Lötfahnen nur schlecht bis gar nicht anlöten lassen. Zusätzlich könnt ihr die zu verlötenden Flächen kurz mit Schmirgelpapier anrauen, dann lassen sich die Flächen besser verbinden.

Motorhalter: es gibt viele Möglichkeiten den Motor an der Skateboardachse zu befestigen. Anfangs wollte ich mir ein auf Maß gefrästes Aluteil an die hintere Achse schweißen lassen um eine fixe Verbindung zwischen Motor und Achse zu erzeugen. Viel zu aufwendig, wenn man die plug & play Lösungen von ADS kennt. Hier hat ein Tüftler aus England ein Halter entwickelt, der sich einfach per 2 Schrauben an die Holey-Achsen befestigen lässt. Einfacher geht’s kaum! – geil, bestellt! (Inzwischen gibt es auch ein, aus meiner Sicht, besseren Halter für die Caliber-Achse)

Tipp: um die kleine Riemenscheibe fest an den Motorschaft zu montieren empfiehlt es sich ein Feder einzuarbeiten. Die Kerbe im Schaft habe ich vorsichtig  mit einem Dremel und einer Trennscheibe hergestellt. Tut ihr das nicht, dann wird sich wohl, wie bei mir Anfangs, alle paar Kilometer die Riemenscheibe lösen, die kleine Madenschraube ist einfach nicht gemacht für die Belastung.

Kabelsalat: Um die ganze Elektronik unterzubringen habe ich mich dafür entschieden eine Kiste selber zu laminieren. Lange habe ich im Internet nach einer passenden Kunstoffbox mit den erforderlichen Maßen geguckt, leider vergebens. Das Wort „leider“ trifft es inzwischen allerdings nicht mehr, da ich mit der Laminierarbeit selber sehr zufrieden bin. Die Box passt sich perfekt der vorm des Longboards an und passt nach meinem empfinden durch das Semi-Transparente perfekt in das Gesamtbild.

Um die Außenmaße abschätzen zu können habe ich zuerst die komplette Elektornik angeschlossen, dann wurde eine Pappbox in den späteren Abmessung der Laminierbox gebaut und mit Paketband fixiert. Auch wurde das komplette Board mit Paketband geschützt. Nun konnte das eigentliche Laminieren beginnen. Trennmittel drauf, dann 7 lagen Gelege und immer schön Epoxi dazwischen, 24 h trocken lassen- fertig. Schwierig wird es eigentlich nur in den Ecken. Für das erste Mal bin ich, aber wie gesagt, sehr zufrieden und kann diese Methode ausnahmslos weiter empfehlen! Ich habe mich übrigens tierisch geärgert, dass ich beim Zuschneiden der fertigen Box keine Handschuhe verwendet habe, beim Schneiden entstehen kleine Splitter und das juckt wie sau, schlimmer als Steinwolle!! und wichtig – Atemmaske bei der kompletten Arbeit!

Nun können die Ausschnitte für Schalter, Ladekabel und Verbindungsschrauben fürs Board eingearbeitet werden . Ich habe die Kiste mit 6 Schrauben durch das Brett fixiert, hält super.

Am Ende alles wieder zusammen bauen, ESC mit Hilfe einer Programmbox programmieren und es kann los gehen :) Nachfolgend noch ein paar Bilder aus der Entstehungsphase. Die Bilder vom fertigen Board gibt es im zweiten Teill

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