Projektdetails

Date
2. April 2020
Kunde
Ghostbastlers

Beschreibung

Es ist mal wieder so ein Stöbertag an dem wir wie so oft nach gebrauchten Artikeln Ausschau halten. Und … siehe da! Da wird doch tatsächlich der Rahmen eines alten Postrades angeboten … sandgestrahlt und schon grundiert, guter Preis — gute Ausgangsbasis! Es sind zwar sonst keine Teile dabei, aber die findet man schon. Also direkt mal anschreiben … ein paar Tage später sehen wir uns dann auch schon mit den Einzelteilen in der U-Bahn stehen. Ein anstrengender Transport, aber er wird sich lohnen, da ist sicher.

Um den Aufbau zu beginnen startet direkt die Suche nach Teilen… und tatsächlich findet sich in Lübeck ein Anbieter mit den passenden Felgen inklusive Trommelbremse und 5 Gang-Nabenschaltung plus dazu auch noch die originalen Schutzbleche — alles zusammen für 25 Euro — gekauft! Die anderen Kleinteile besorgen wir nebenbei, keine große Sache … oder? Dazu später mehr.

1. Wir beginnen mit der Lackierung des Rahmens. Gut dass es eine Lackierkammer unweit unserer Werkstatt gibt. Für die Lackierung greifen wir auf handelsübliche Sprühdosen aus dem Fachgeschäft zurück. Grau in Kombination mit zwei Blaugrüntönen ist die Wahl. Vor dem Lacken sollte man darauf achten, die Teile nicht mit fettigen Fingern zu berühren (dann haftet die Farbe nämlich nicht). Auch Staub und sonstige Fusseln müssen gründlich entfernt werden, damit es zu einer schönen Oberfläche kommt. Der Rahmen, die Gepäckträger und der Klappständer bekommen mehrere Schichten Lack in Abständen von ein paar Minuten, bevor sie einen Tag durchtrocknen dürfen. Zu guter letzt bekommen alle Teile noch ein paar Schichten glänzenden Klarlack — tolles Finish!

2. Wir bekommen wir eigentlich das Tretlager in den Rahmen? Hier brauchen wir ein Spezialwerkzeug und fragen nach professioneller Hilfe bei einem Fahrradladen. Hier folgt dann auch die erste Ernüchterung, vom Einbau der 5-Gang-Radnabe wird abgeraten, zu anfällig. Überzeugt — eine neue Felge mit 7-Gang Schaltung wird bestellt und eingebaut. Unplattbare Reifen runden das Ganze ab.

3. Der Sattel wird mit Sattelseife gereinigt und anschließend mit Sattelfett eingerieben. Beides ist auf Bienenwachsbasis und duftet herrlich. Eine passende Sattelstange für den alten Rahmen ist nicht auffindbar, daher wird mit einem Reduzierring gearbeitet, kein Problem.

4. Der schwierigste Part steht an; Die Körbe vorne uns hinten sollen mit Leisten aus Eichenholz ausgekleidet werden. Dies bedarf einiges an Überlegung in Sachen Befestigung und Recherche für die passenden Schellen. Als endlich die Idee steht, heißt es Leisten sägen, einpassen, abrunden, verbinden, Bohrungen setzen, schleifen und ölen. Die Schrauben aus rostfreiem Edelstahl schlagen dann noch mal ordentlich aufs Portemonaie, aber da muss man wohl durch. Aufwendig, aber das Resultat zählt.

5. Passend zum Eichenholz gibt es auch Pedale aus Eichenholz, sehr schick. Auch bekommt das Rad noch eine authentische Posthupe. Später soll noch ein Getränkehalter folgen — mal schauen erstmal reicht es.

Zusatz: Für den hinteren Gepäckträger haben wir einen Plattenspieler mit Akku gefunden, ein sehr netter Zusatz, der das Cornergame im Sommer bestimmt wieder aufflammen lässt.

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