Wir sammeln unseren Biomüll, um daraus Kompost zu machen. Hierfür bauen wir uns einen kleinen Transporteimer, möglichst einfach, möglichst günstig. Das Besondere: Der Eimer muss atmen können. Deshalb bekommt der Deckel des Eimers einen Aktivkohlefilter eingebaut. Hierfür drucken wir eine runde Aufnahme für einen Aktivkohlefilter mit 150 mm Durchmesser, diese sind standardmäßig gut erhältlich und wirkungsvoll gegen etwaige Gerüche.


Für die Abdeckung haben wir mehrere Varianten getestet und uns für eine mit reichlich Löchern entschieden. Dieses Lochmuster übertragen wir auf den Deckel. Dafür bohren wir zunächst mittig ein 4-mm-Loch, durch das wir mittels einer Schraube das 3D-Druck-Teil montieren können, so kann das Teil beim Anzeichnen nicht verrutschen. Die Vorlage für den 3D-Druck findest Du übrigens hier.

Die Mittelpunkte der Öffnungen peilen wir per Auge an, markieren sie mit einem Filzstift auf der Innenseite des Deckels und körnen die Punkte vor.
Warum markieren wir auf der Innenseite? Das Blech reißt beim Bohren nach unten aus und unser Filter soll später oben auf dem Deckel sitzen, etwaige Außreißer kann er somit gut abdecken.
Warum soll der Filter auf der Oberseite des Deckels sitzen? Wir empfinden dies als schlau, so kommt er nicht direkt mit den Bioabfällen in Berührung. In einer ersten Version hatten wir den Filter innenliegend montiert, das funktionierte auch problemlos. Aber: Dies ist die zweite Version und damit testen wir auch Veränderungen.






Nun gilt es, die Bohrungen mit möglichst wenig Ausriss in das Blech zu bekommen. Dafür legen wir als Erstes ein Stück Restholz unter den Deckel und gehen an die Standbohrmaschine. Für die kleineren Bohrungen nutzen wir einen scharfen 10-mm-Metallbohrer und arbeiten mit wenig Druck und etwas Schneidöl, das funktioniert sehr gut.
Für die 20-mm-Bohrungen nutzen wir einen Stufenbohrer, auch dies funktioniert relativ gut, sofern man mit wenig Druck arbeitet und sich geduldig vorarbeitet. Das ist jedoch gar nicht so einfach, und die Holzunterlage ist hier teils etwas nervig. Bei eventuellen Ausrissen hilft es auch, noch einmal von der anderen Deckelseite gegenzubohren. So erhalten wir ein ordentliches Ergebnis, das wir nur noch kurz von Hand entgraten müssen.

Das war es eigentlich auch schon — wir können montieren. Mit der Schraube drücken wir vorsichtig mittig ein Loch in den Filter und setzen ihn in unsere gedruckte Aufnahme. Die Schraube versehen wir dann noch mit einer Unterlegscheibe, setzen den Filter auf und verschrauben das Ganze mit einem Kunststoffgriff aus unserer Sammlung. Fertig.


Jetzt müssen wir erst mal was essen, um Bioabfälle zu produzieren. Wir halten Euch auf dem Laufenden.




