Projektdetails

Date
14. Mai 2016
Kunde
Ghostbastlers

Beschreibung

Hier noch einmal eine weitere Möglichkeit, relativ fix, eine Tischplatte aus Beton selber herzustellen. Vor einiger Zeit hatten wir ja diesen Betontisch gebaut. Der ist auch super, steht immer noch in Nicos Wohnzimmer und da wird er auch nicht so schnell weichen. Lieb gewonnen quasi! Genau deshalb wollten wir noch einen weiteren, kleineren Tisch bauen. Tischplatten aus Beton sind wirklich kein Hexenwerk und wenn man erst einmal klein anfängt, hat man’s bald raus. Folgendes sollte man beachten:

  • – Immer erst das Wasser, dann den Estrichbeton in den Mischungseimer.
  • – Die Mischung sollte nicht zu trocken und nicht zu feucht sein – Joghurt ist das Stichwort.
  • – Jede nur kleinste Struktur in der Oberfläche der Schalung wird im Beton abgebildet.
  • – Die Schalung sollte 100% dicht sein, sonst läuft die Betonschlacke aus und es gibt unschöne Bröselkanten.
  • – Bei größeren dünnen Platten immer Bewehrung verwenden, z.B. Kaninchendraht oder ähnlich
  • – Bei großen Oberflächen den Beton mit Folie abdecken, damit dieser gleichmäßig durchtrocknet
  • – Rütteln, Rütteln & Klopfen um ungewünschte Lufteinschlüsse zu vermeiden

Der zweite Tisch sollte deutlich kleiner werden und dieses Mal hatten wir auch keine Lust extra Schalungsbretter aus dem Baumarkt zu besorgen. Neue Erkenntnis: man kann eigentlich fast alles als Schalung verwenden. Als Grundplatte haben wir ein Stück ausgemustertes Türblatt genommen. Um die Seiten zu begrenzen, wurden 3cm dicke Streifen aus Styrodur zugeschnitten und mit Acryl auf das Türblatt aufgeklebt. Damit keine Betonschlämme austritt, wurden alle Übergänge mit einer Acrylfuge versehen. Die so entstehende Fase in der Betontischplatte sieht dann nach dem Ausschalen auch noch super aus. Das Acryl trockenen lassen und es kann betoniert werden. Wasser in den Eimer, Beton hinterher und wieder etwas Wasser… das ist fast wie Pfannkuchenteig nach Gefühl anrühren. Man benötigt deutlich weniger Wasser als man vielleicht am Anfang vermutet, also immer schön an das Mischverhältnis herantasten.

Ist das Gemisch fertig, kann dieses bis zur Hälfte eingefüllt werden. Dann schon einmal ordentlich Rütteln, Klopfen, den Bewehrungsdraht rein und anschließend die zweite Hälfte Beton hinterher, bis die Mischung bündig abschließt. So stellt man sicher, dass die Tischplatte auch wirklich überall gleich dick wird. Dann noch einmal schön Rütteln und Klopfen. Man sieht hierbei richtig schön die eingeschlossenen Luftblasen aufsteigen. Hat man das Gefühl, dass ausreichend geklopft wurde, kann die Schalung mit einer Folie abgedeckt werden und ist bereit für die Trocknungsphase. Wir haben die Betontischplatte nach 48 Stunden ausgeschalt und dann noch weitere zwei Tage offen trocken lassen.

Wenn man möchte, kann man die Betontischplatte nun noch versiegeln. Leider haben wir da immer noch nicht das Wundermittel gefunden, wir sind weiter für Empfehlungen offen. Als Tischbeinkonstruktion haben wir uns mal wieder etwas beim Metallbauer unseres Vertrauens Schweißen und anschließend Pulverbeschichten lassen. Der Würfel besteht aus 30mm Stahlvierkantprofil sowie einem aufgeschweißten Flachstahlrahmen. Dieser erzeugt dann eine kleine Schattenfuge zwischen Gestell und Platte. Und weil der Metallbauer gerade schon dabei war, haben wir uns gleich noch ein zweites Gestell für eine Holztischplatte braten lassen. Auch ganz schick!

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