Projektdetails

Date
5. Juni 2017

Beschreibung

Für Kunst kann man gut Geld ausgeben, aber es sollte sich im Rahmen halten … äähhm … ja, zum Thema: Rahmenbau selbst gemacht. Ein Vorzeigeprojekt für unsere Tischkreissäge, welche wir zum Vorzugspreis vom Onlinehändler Contorion beziehen durften — dafür und für die Arbeitshandschuhe bedanken wir uns an dieser Stelle herzlich bei Gina!

Jetzt aber wirklich zur Anleitung. Wir beginnen damit, uns Leisten in der gewünschten Breite zuzusägen. Da wir Objektrahmen planen, haben wir eine Rahmenhöhe von 6 cm gewählt. Es gilt dabei zu bedenken, die eingesetzte Rückwand und die leicht zurückgesetzte Scheibe von der späteren Höhe des Rahmens abzuziehen. So bleiben uns am Ende etwas mehr als 4 cm zwischen Rückwand und Glas. Für das Glas, und wenn gewünscht auch für die Rückwand, kann man gut rahmenlose Bilderrahmen verwenden und diese Zweckentfremden. Wir tun dies auch, allerdings haben wir als Rückwand HPL-Platten (HPL steht für High Pressure Laminate), die sind schön bunt und brauchen nicht mehr lackiert werden — das komm gut bei uns an! Die Platten kann man analog zum Holz auch mit der Kreissäge zusägen, das ist praktisch. Wir nehmen dafür der Einfachheit halber genau das Maß der Glasscheiben (in unserem Fall Din A4).

Die Seitenteile, also die zugeschnittenen Leisten, bearbeiten wir in den folgenden Schritten weiter:

  1. Wir stellen die Säge auf eine Tauchtiefe von 1 cm (weniger geht auch, je nach Holzdicke). Mit einem sogenannten verdeckten Schnitt sägen wir an Längsseiten eine Phase. Das dünne Glas der Scheibe passt jetzt schon wunderbar hinein. Nur für die Rückwand müssen wir noch einen zusätzlich Schnitt machen.
  2. Für den angekündigten Schnitt setzen wir Klemmfedern ein, diese sorgen für einen gleichmäßigen Druck auf das Werkstück (die Leisten). Durch den gleichmäßigen Druck verhindern die Federn, dass abgesägte Teile, oder gar das Werkstück selbst, sich verkeilen oder ähnliches. Praktische Helfer, gerade bei feineren Sägearbeiten. Die Schnitttiefe setzen wir auf 1 cm, so können wir entspannt den Winkel für die Rückwand einarbeiten.
  3. Da wir auf Gehrung arbeiten möchten, markieren wir uns die Längen der Seitenleisten und bauen unsere Tischkreissäge schnell um. Diese besitzt nämlich eine praktische Zugfunktion, mit der wir die Winkel bestens zusägen können. Dafür haben wir das Sägeblatt um 45° geneigt und uns auf der linken Seite einen Anschlag gebaut (da müssen wir demnächst noch mal nachrüsten).
  4. Grobes Schleifen der Leisten.

Nachdem wir alle Teile zugesägt haben geht es für uns ans Verleimen. Die Klebeflächen bekommen etwas Leim von uns, das Glas wird eingesetzt und für die bessere Ausrichtung legen wir den Rahmen lose auf die Rückwand. Wir setzen die Teile zusammen und spannen einen Rahmenspanner. Final wird geschliffen, das Glas poliert und das Objekt mit der Rückwand per kleine Nägel festeingesetzt.

Und wieder haben wir ein schönes Teil für die Wand. Vielen Dank auch an Zipper die Rakete für das Kunstobjekt!

 

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